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Superstar an der Platte

Über Hartmut und seine Ziele
29.01.1968
Teilnahme an der Tischtennis-Weltmeisterschaft (21. - 29.10.17)

Im Allgemeinen geht es bei Sportlern, die die 30 überschritten haben, leistungsmäßig abwärts. Nicht so bei Hartmut Freund, dem Deutschen Tischtennis-Meister in der Startklasse 11 (geistige Behinderung). Ungewöhnlich an ihm ist zudem, dass er trotz seiner geistigen Behinderung Tischtennis als Leistungssport betreibt – er trainiert fünfmal pro Woche – und im Nichtbehindertensport breit verankert ist. So ist er nicht nur Mitglied des TTC Bietigheim-Bissingen, für den er spielberechtigt ist, sondern auch in vier weiteren Vereinen des Tischtennis-Verbands Württemberg-Hohenzollern. Der Ruf nach einer Öffnung der Vereine für Menschen mit geistiger Behinderung ist somit im Fall des Bietigheimer Sportlers längst Realität geworden.

Die Inklusion funktioniert, obwohl Hartmut als der Sportler mit der schwersten geistigen Behinderung in der Weltspitze gilt. Er weiß zum Beispiel im Wettkampf nie den Spielstand und hat die Pflegestufe 2. Als einziger geistig behinderter Tischtennis-Sportler aus Deutschland, der Leistungssport-Wettkämpfe auf internationaler Ebene bestreitet, hat er es dort fast nur mit lernbehinderten Gegnern zu tun, denen gegenüber er benachteiligt ist. Gleichwohl hat er seit März 2012 – also seit die Startklasse 11 bei Weltranglistenturnieren ausgetragen wird – bei diesen Turnieren schon sechs Medaillen gewonnen. Wenn es eine zweite Startklasse für Sportler mit einer schweren Behinderung gäbe, wäre er wohl weltweit die Nummer eins.

Die Kosten nicht nur für Hartmut selbst, sondern auch für seine Betreuer bei Wettkämpfen im Ausland muss seine Familie selbst tragen. Eine finanzielle Unterstützung durch den Deutschen Behindertensportverband oder die Deutsche Sporthilfe gibt es nicht. Und seit Hartmuts Bruder und gesetzlicher Betreuer Norbert Freund seine berufliche Tätigkeit im Saarland aufgegeben hat, um die Eltern bei der Pflege von Hartmut zu unterstützen, sind die finanziellen Spielräume der Familie noch enger geworden. Daher wird nun nach weiteren Sponsoren und Geldgebern gesucht. Wer Hartmut unterstützt, trägt dazu bei, dass er weiterhin auch auf internationaler Ebene dem Sport nachgehen kann, der für ihn Glück, Erfüllung und Lebensqualität bedeutet.

Pate

Szilvia Kahn

(ehemalige Tischtennis-Bundesligaspielerin und WM-Medaillengewinnerin)

„Hartmut ist ein Phänomen. Er betreibt erst seit Anfang 2012 Tischtennis als Leistungssport und hat in dieser Zeit riesige technische Fortschritte gemacht. Sein enormes Ballgefühl und eine überragende Intuition gepaart mit ansteckender Spielfreude sind echte Alleinstellungsmerkmale. Es ist unfassbar, dass ein Sportler mit einer derart schweren Behinderung so gut Tischtennis spielen kann. Hinzu kommt die aufopferungsvolle Unterstützung, die Hartmut durch seine Familie erfährt. Bei ausreichender Förderung wird er daher weitere internationale Medaillen holen.“

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